Archiv | Dezember, 2014

Martin Walser schreibt das dümmste Gedicht der Welt

28 Dez

Seit Jahren erreicht der Schriftsteller Martin Walser mit jedem neuen Machwerk ein Niveau, von dem aus es nicht mehr weiter abwärts zu gehen scheint, um es dann doch mit jeder weiteren Veröffentlichung nochmals zu unterbieten. Wer diese Gesetzmässigkeit zu erklären versteht, hat das Geheimnis der allseits gerühmten „Produktivität“ des Autors Walser gelüftet.

Vor einigen Wochen hat er nun mit einem „Gedicht“, das ohne Übertreibung als dümmstes der Welt gelten kann, diesen schier einzigartigen Trend bestätigt. Es handelt sich um eine Antwort auf den Verriss seiner Tagebücher 79-81 durch den Kritiker Peter Hamm und geht so:

Erwiderung an Peter Hamm oder Ich sehne mich nach Reich Ranicki                                                                             Du hast mich totgesagt/Dass das wehtut, wundert mich/Ich bin kein König/bloss weil Du, lieber Peter, ein Mörder bist/Was ich bin, steht in den Sternen/nicht in der FAZ/Ich bin Staub/leuchtend im Weltraum/voller Hoffnung auf nichts

Abgesehen von der Geschmacklosigkeit, einen Kritiker, der seinem Handwerk nachgeht, als Mörder zu bezeichnen und gleichzeitig von einer Sehnsucht nach MRR zu schwadronieren, dem Walser selbst mit einer üblen antisemtischen Mordphanatsie zugesetzt hatte, zeugt es mal wieder von der walsertypischen narzisstischen Verblendung und Kleingeistigkeit, den Kritiker als kriminell zu denunzieren. Kann sich irgendwer vorstellen, dass Kafka oder Robert Walser, mit denen M. Walser, diese literarische Null, sich allen Ernstes in einer Liga sieht, sich auf ähnliche Weise nach einem Verriss zum Gespött gemacht hätten? Eben.

Darüberhinaus enthält das lyrische Ejakulat, mit dem Walser endlich das lyrische Niveau der Gedichte seines STASI-Schwiegersohnes erreicht, die Quintessenz des Walserschen Antisemitismus: Arthur Schnitzler hatte diesen einst als „Spottgeburt aus Neid und Gemeinheit“ bezeichnet, also ihn als Resultat zweier Eigenschaften ausgemacht, über die kein Autor derart im Überfluss verfügt wie der Nichtskönner Martin Walser, der nach dieser Veröffentlichung mit Fug und Recht als Dorfdepp der deutschen Literatur bezeichnet werden kann. Da zu Lebzeiten des Walser-Speichelleckers F. Schirrmacher eine Kritik wie die Peter Hamms in der FAZ undenkbar gewesen wäre, spuckt Walser Gift und Galle und ruft nach der Literaturpolizei.

Ganz ähnlichen Motiven gehorcht die Vorliebe von Walsertochter Alissa für ihren STASi-Gatten: es äussert sich darin die Sehnsucht nach einer Literatur, die zur Sache der Sicherheit von Vater Staat geworden ist, nachdem Attrappen-Alissa mit Mitte 50 für die Protektion des eigenen Vaters eigentlich längst zu alt sein sollte. Der Feind ist wieder mal der böse, anonyme Markt, als dessen Agent der unabhängige Kritiker gilt, den man, wie in meinem Fall, vor ein staatliches Tribunal zieht, um ihn endlich zum Schweigen zu bringen. Was früher die STASI übernahm, erledigt schon bald das Amtsgericht Überlingen, Abteilung Bodenseejustiz.

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