Archiv | August, 2014

Höchstrichterlich: Walsers Antisemitismus trägt sadistische Züge

27 Aug

Es soll nicht verschwiegen werden, dass das OLG Hamburg sich in seinem Urteil in einem zweiten Punkt mit den sadistischen Zügen von Martin Walsers Antisemitismus befasst hat. Es kommt zu dem Schluss, dass meine Formulierung, Walser schwelge „in seinen kürzlich erschienenen Tagebüchern in sadistischen Phantasien davon, wie er einem Überlebenden des Warschauer Ghettos ins Gesicht schlägt“, zulässig sei. Immerhin ist es nun gestattet, die sadistisch-psychopathischen Eigenschaften Walsers beim Namen zu nennen. Bereits H. W. Richter hatte ihn ja mehrfach als „Psychopath“ bezeichnet. Daher sei daran erinnert, wie Adorno den Typus des Psychopathen charakterisiert: „Sein Über-Ich scheint durch die Folgen des Ödipuskonflikts vollkommen verkümmert; er löst ihn durch Regression auf Omnipotenzphantasien der frühen Kindheit. Von allen Versuchspersonen sind diese die ‚infantilsten‘; ihre Entwicklung ist total gescheitert, die Zivilisation hat sie nicht im geringsten zu formen vermocht. Sie sind asozial. Unverhüllt, unrationalisiert kommen destruktive Triebe zum Durchbruch. Die Grenzlinie zu den Verbrechern ist fließend. Ihre Lust zu quälen richtet sich roh und sadistisch gegen jedes hilflose Opfer. Hier treffen wir die Strolche und Raufbolde, die Straßenlümmel und die Folterknechte und all jene, welche die ’schmutzige Arbeit‘ einer faschistischen Bewegung tun.“ Um den Zusammenhang zwischen Sadist und Nazi darzutun, zitiert Adorno Robert M. Lindner: „Der Psychopath ist nicht nur ein Verbrecher; er ist der geborene SA-Mann.“

Dass in M. Walser der Odipuskonflikt bis heute nicht gelöst werden konnte, darauf deutet die ungebrochene Bewunderung seiner Nazi-Mutter Auguste. Noch dem ollen Walser ist die Rolle des Muttersöhnchens auf den Leib geschrieben. Wie ein Kleinkind reagiert er mit Wutausbrüchen und Gewaltphantasien auf Kritik an seinen jämmerlichen Machwerken. Es scheint, als hätte Robert Walser, mit dem Martin Walser nichts als den Nachnamen teilt, den ollen Walser vor Augen gehabt, als er über die literarische Null urteilte: „Gleich rennt der Beleidigte zu Mama ‚Publikum‘ und lamentiert, dass man ihn übel behandelt hat.- Beachten Sie einmal die Gesichter der heutigen Schriftsteller! Es gibt darunter wahre Schurken- und Mördergesichter.“ Nur dass Martin Walser sich nicht mehr bei seiner Mama ausheulen kann und daher die Gerichte mit seinen unsinnigen Klagen belästigt.