Im Namen des deutschen Volkes: Walser (NSDAP-Nr. 9742136) war kein NSDAP-Mitglied

31 Jul

Das Oberlandesgericht Hamburg hat am 29. 7. 14 ein Urteil gesprochen, das in die deutsche Rechtsgeschichte eingehen wird. Der Literaturverweser M. Walser darf künftig nicht als Mitglied der NSDAP bezeichnet werden, obwohl an der Echtheit seiner NSDAP-Mitgliedskarte, welche im Berliner Bundesarchiv vorliegt, kein Zweifel besteht. Das Gericht folgte Walsers abstruser Schutzbehauptung, nach der dieser nie einen Aufnahmeantrag gestellt haben will, folglich also jemand diesen Antrag in seinem Namen manipuliert haben müsse. Zwar ist kein einziger Fall einer solchen Fälschung bekannt, dennoch sind nun mit einem Schlag 10,1 Millionen NSDAP-Mitglieder gleichsam juristisch entnazifiziert worden. Denn den 10,7 Millionen NSDAP-Karteikarten stehen nur 600.000 erhalten gebliebene Aufnahmneanträge gegenüber. Warum das Gericht einer Figur Glauben geschenkt hat, welche die Öffentlichkeit bereits über NSDAP-Beitrittsdatum ihrer Nazi-Mutter Auguste getäuscht hat, bleibt rätselhaft.

Das Urtel stellt einen Höhepunkt des vergangenheitspolitischen Revisionismus in der BRD dar. Darin gleicht es den schriftstellerischen Machwerken des als Schlußstricher geltenden Martin Walser. Vor allem wird nun eines unter Strafe gestellt: den Zusammenhängen nachzuspüren zwischen der Gesinnung des in einer nationalsozialistischen Familie aufgewachsenen Jung-Martin mit den antisemitischen Exzessen des ollen Walser.

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